Endlich haben sie begonnen, die 30. Olympischen Spiele, die gestern Abend mit einer spektakulären Show in London eröffnet wurden.
Iran ist mit einer Delegation von 53 SportlerInnen vertreten, bei der Eröffnungsfeier angeführt vom Schwergewichtsboxer und zweifachen Goldmedaillengewinner Ali Mazaheri.
Trotz aller Restriktionen nehmen auch acht Frauen teil, die sich in sieben verschiedenen Disziplinen von Tischtennis bis Taekwondo mit den Besten der Welt messen werden.
Elaheh Ahmadi, erstmalig iranische Sportschützinnen bei Olympia vertretend, errang beim Finale im Luftgewehrschießen (10 Meter) einen achtbaren 6. Platz.
Zu den Wettkämpfen im Kanufahren hat sich Soulmaz Abbassi-Azad qualifiziert, die bei den Asienmeisterschaften 2010 im Viererkanu die Bronzemedaille errungen hatte.
Zu den Favoriten zählen der Diskuswerfer Ehsan Hadadi, WM-Dritter von 2011. Erst kürzlich stellte er bei einem Leichtathletik-Meeting in Besigheim seine gute Form unter Beweis.
Am ersten Tag besiegte Noshad Alamiyan aus Babol, der sich schon Ende Juni eine weitere Goldmedaille in Marokko gesichert hatte, seinen australischen Gegner mit 4:0.
Von der fröhlichen Atmosphäre in London haben die Zuschauer in Iran allerdings wenig mitbekommen. Statt Popsongs sendete das Staatsfernsehen IRIB zur Eröffnungszeremonie religiöse Ramadan-Gesänge und Ausschnitte großspuriger Ansprachen von Khamenei und Ahmadinedjad. Offenbar geschah dies in Reaktion auf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen im November 2011 und die jüngste Entscheidung Großbritanniens.
Nach der Erstürmung und Verwüstung der britischen Botschaft in Teheran hatte London dem Putschpräsidenten den Besuch der Olympiade verweigert.







