Zwischenruf bei Rouhanis erster Pressekonferenz: Erinnere dich, Moussavi muss bleiben!

Moussavis Töchter gratulieren neuen Präsidenten von Iran

Wurden die Iraner getäuscht oder haben sie die Wahlen gekapert?

Interview mit Rapper Shahin Najafi: “Von einem Diktator kann man keine Demokratie erwarten”

G-mail funktioniert wieder, Internetgeschwindigkeit weiter niedrig (FA)

Niedergeschlagenes Grün ist Lila – Iran atmet auf

Kowsar Kham Where is my vote

Khamenei: Where is my vote? (Nikahang Kowsar)

Politik und Wirtschaft 

Rouhani: Syrisches Volk muss Konflikt selber lösen

Rede in Istanbul: Erdogan, der Hassprediger

Krieg in Syrien: Saudi-Arabien will Flugabwehrraketen an Rebellen liefern

Aufstand in Syrien: Autobombe explodiert bei Militärflughafen in Damaskus

Irans neuer Präsident: Rouhanis begrenzte Macht

Sieg Rouhanis bei Wahl in Iran weckt internationale Hoffnungen

Wahl in Iran: Nur das Feindbild Ahmadinedschad verschwindet

Streit mit Larijani: Ahmadinedschad muss vors Teheraner Strafgericht

Iran: Das Volk hofft auf Reformen

Kommentar zu Iran: Es bleibt alles anders

Devisenkurse und Goldpreise in Iran weiter fallend (FA)

Kunstaktion in USA - Fotos der Protestopfer

Kunstaktion in den USA – Fotos der Protestopfer

Menschenrechte 

Wo ist der inhaftierte Studentenaktivist Arash Sadeghi?

Keine medizinische Behandlung für inhaftierte Bahai Rozita Vaseghi

Ein Monat nach Prozessende: Noch kein Urteil im Fall Kahrizak (FA)


Unfassbar, aber wahr! Hassan Rouhani, gemeinsamer Kandidat der Moderaten und Reformer, wird 11. Präsident der Islamischen Republik.

Rouhani-Anhänger feiern in Schiras: Moussavi, Rouhani, wir wollen keine Kartoffelregierung mehr! (Anspielung auf Ahmadinedjads Wählerkauf)

Hier erste Bilder jubelnder Anhänger aus Iran. Fotos mit Dank an Vahid Online via Twitter: @Vahid

Vali Asr Rouhani-Anhänger

Teheran: Vali Asr-Platz

Rouhani-Anhänger in Maschhad

Rouhani-Anhänger vor Wahlkampfzentrale in Maschhad

Rouhani-Anhänger in Teheran Vali Asr

Teheran: Rouhani-Anhänger auf der Vali Asr

Wahlfeier in Zanjan Alireza Malihi

Wahlfeier in Zanjan (Alireza Malihi)

Herzlichen Glückwunsch an alle Iranerinnen und Iraner, die trotz Furcht vor erneuter Wahlfälschung und trotz aller Repressionen dem letzten verbliebenen Kandidaten des Reformlagers ihre Stimme gegeben haben! 

مبارک تان باشد! زنده باد ایران

Mahasti: “Banafsheh”, Veilchen 


Irans Exilanten: Das neue Leben der Grünen Bewegung

Crowd Voice: Laufende Updates zur Präsidentschaftswahl 

Ethnische Minderheiten wählten Rouhani

Ständig aktualisierte Liste der Wahlergebnisse aus Iran (FA)

Iran Live: Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen

Anscheinend werden die Stimmen in Iran gelesen: “Lessons to be Learned”

Rouhani-Anhänger in Urmia

Demo der Rouhani-Anhänger in Tabris

Politik und Wirtschaft 

Präsidentenwahl in Iran: Moderater Kandidat Rohani führt mit großem Vorsprung

Planspiele für Syrien-Konflikt: USA geben Assad keine Chance mehr

Spitzentreffen in Nordirland: G-8-Gipfel ringt um Syrien-Kompromiss

Hohe Wahlbeteiligung bei Präsidentschaftswahl in Iran

Präsidentschaftswahlen 2013: Wahllokale in Iran länger geöffnet

Ahmadinedschad wählte erst zehn Stunden nach Öffnung der Wahlurnen

Wahl in Iran: Im Kern eine Spaltung

Präsidentschaftswahl in Iran: Wenig Hoffnung für die Reformbewegung

Konservative Website “Tabnak” (Mohsen Rezaei): Niederlage der “Prinzipientreuen” war notwendig! (FA)

Hardliner versuchen Wahlergebnis für Khamenei und Islamische Republik zu konfiszieren (FA)

Iranische Währung gewinnt gegenüber US-Dollar, Updates zur Präsidentschaftswahl

yade yarane dar band green prisoners

Für die Gefangenen der Grünen Bewegung

Menschenrechte 

Inhaftierter Studentenaktivist Arash Sadeghi seit 14 Tagen im Hungerstreik (FA)

Attacke auf Camp der Volksmudjahedin im Irak

Politischer Aktivist Issa Khan-Hatami (Nationale Front) verhaftet (FA) 


Rouhanis Wahlveranstaltung in Urmia, Zuschauer rufen “Moussavi”

Grüne Bewegung: Nie ganz weg aus Iran

Präsidentschaftswahl in Iran: Grünenpolitiker Nouripour rechnet mit Manipulation

Präsidentschaftswahlen: Opposition zwischen Beteiligung oder Boykott

Moderater Kandidat Rouhani: Wahlkampf-Website gesperrt

Präsidentschaftswahlen: Die Kandidaten und ihre Poster

Nach Karate: Frauen erobern Parkour in Iran

Mahvari kham vote

Khamenei: Geht wählen, Muslime! (Eghbal Mahvari)

Politik und Wirtschaft 

Präsidentschaftswahlen haben begonnen: Iran am Rande des Zusammenbruchs

Syriens Bürgerkrieg: Die USA greifen ein

UN legen Bericht vor: Mindestens 93 000 Tote in Syrien

Präsidentschaftswahl Iran: Voraussagen für Wahlausgang sind nicht möglich

Präsidentschaftskandidat Dschalili: Ein neuer Hardliner will Iran regieren

Die Kulissenschieber von Teheran: Warum Iran ausländische Medien von der Präsidentenwahl aussperrt

Buschehr (Iran): Am Ende des Wahlkampfs wartet der Knüppel

Ayatollah Khamenei: Irans Oberster Investor

Iran vor der Wahl: Der Preis der Sanktionen

Internet Zensur

Menschenrechte 

Rouhani-Wahlkampf: Drei Studentenaktivisten in Schiras verhaftet

BBC verurteilt Islamische Republik wegen massiver Bedrohung von Mitarbeitern

Kontaktsperre für inhaftierten Gonabadi-Derwisch Kasra Nouri

Rouhanis Jugendmanager Saidollah Bedashti nach 10 Tagen Haft freigelassen (FA)


Iran auf der Suche nach der grünen Hoffnung

Onlinezensur: Selbst konservative Medien beschweren sich

Neue Website iranischer Exil-Journalisten: IranWire

Hannover, 21. Juni 2013: Iran hat gewählt – was nun?

“Tee-Geld”: Die Plage der Bestechung in Iran

Südkorea, Australien und Iran auf dem Weg zur Fußball-WM

“Tschador”-Kunst und die Klischees vom Orient

qalibaf gol o bolbol

Kandidat Qalibaf: Rose und Schlagstock (Mana Neyestani)

Politik und Wirtschaft 

Putin bescheinigt Iran bei Atomprogramm zivile Ziele (Amen)

Aleppo, Syrien, Bürgerkrieg: Cinema For Peace fordert Kriegseintritt

Anfrage der Uno: Deutschland soll mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen

Nur die Überraschung ist sicher – Ausblick auf die Präsidentschaftswahlen in Iran

Wahlen in Iran: “Kein Kandidat kann die Wirtschaftskrise stoppen”

Fars News (Revolutionsgarden): Qalibaf und Jalili erreichen 2. Wahlrunde (FA)

Präsidentschaftswahlen: 5 Millionen Wähler verschwunden

Mahmud Ahmadinedschads Abstieg vom Supermann zum Buhmann

Islamische Republik: Kaum Geld für Subventionen und Geschenke

Störfall in iranischem Atomkraftwerk Buschehr

Iranische Zentralbank verbietet Devisentransfer nach Freihandelszonen (FA)

an in ketten

Menschenrechte

40 Peitschenhiebe für Studentenaktivisten Amir Chamani aus Tabris (FA)

Entwürdigende Leibesvisitation der Angehörigen von politischen Gefangenen

Inhaftiertem Gewerkschafter Reza Shahabi wird Krankenhausaufenthalt verweigert (FA)

Menschenrechtsbericht zu Iran: Das nervöse Regime


Vier Tage vor der Abstimmung steuern die Präsidentenwahlen in Iran auf eine Blockbildung zwischen den beiden großen Lagern von Hardlinern und Ultrakonservativen beziehungsweise Moderaten und Reformern zu.

Ultrakonservative und Hardliner

Nach dem Rückzug des Hardliners Haddad Adel und dem Verzicht des Reformers Aref (den viele nicht als solchen anerkennen) konzentrieren sich die Stimmen auf die vier Kandidaten der Ultrakonservativen und den Rafsandjani-Verbündeten Hassan Rouhani, der inzwischen auch offziell von Ex-Präsident Khatami und der Reformerpartei Mosharekat (Partizipationsfront des islamischen Iran) unterstützt wird. Mohammad Gharazi, der in den TV-Debatten vor allem mit revolutionären Steinzeit-Parolen glänzte, spielt in den Umfragen keine Rolle.

2013-06-11 19_59_20-IPOS - Opera

Das zeigt die neueste, bisher einzig glaubwürdige Wahl-Umfrage von IPOS, die zugleich das Dilemma der Hardliner offenbart. Führend ist nach wie vor der Teheraner OB Qalibaf mit rund 27 Prozent der Stimmen. Allerdings hat er nach den TV-Debatten, in denen ihm seine Gegner aus dem Reformerlager die blutige Niederschlagung der Studentenproteste von 1999 vorwarfen, erheblich an Stimmen eingebüßt. Qalibaf brüstet sich im Wahlkampf nicht nur mit seinen Großtaten als Oberbürgermeister der Hauptstadt, er beruft sich auch auf die Unterstützung von IRGC-General Ghassem Soleimani, Anführer der im Ausland operierenden Quds-Brigaden, der auf der Sanktionslisten der USA und EU steht.

2+1 - Velayati, Haddad Adel, Qalibaf

Koalition 2+1: Velayati, Haddad Adel, Qalibaf

Ihm gegenüber steht Ali Akbar Velayati, Ex-Außenminister und aktuell Khameneis außenpolitischer Berater, der sich bei der dritten Fernsehrunde der Kandidaten abfällig über die Niederlage von Chef-Unterhändler Said Jalili (Dschalili) bei den Atomgesprächen mit der Sechsergruppe geäußert hatte. Mit rund 11 Prozent liegt er zwar im guten Mittelfeld, dürfte aber nach dieser offensichtlichen Attacke gegen Khameneis Atompolitik kaum mit Unterstützung aus dem “Beyt-e Rahbari”, den Organisationen des Obersten Führers, rechnen können. Es ist allgemein bekannt, dass Jalili dessen harte Linie gegenüber den Europäern vertritt.

Bisher hat sich Jalili nur durch schrille antiwestliche Parolen und reaktionäre Slogans zur “islamischen Lebensführung” hervorgetan. Außerdem plädiert er für Khameneis “Widerstands-Wirtschaft” – mit konkreten Verbesserungen der Lage ist also nicht zu rechnen. In Iran gilt er deshalb vielen als Kopie von Mahmoud Ahmadinedjad, dessen anti-israelische Hetze und katastrophale Wirtschaftspolitik zu härtesten internationalen Sanktionen, galoppierender Inflation, steigender Arbeitslosigkeit und Nullwachstum geführt haben. “Wenn der Diktator herrscht, genügt sein Wort” heißt es auf diesem Poster in Anspielung auf die Parolen, die Khameneis Favorit folgsam wiederkäut.

jalili diktator

Said Jalili liegt prozentual etwa gleichauf mit dem Ex-General Mohsen Rezaei, der als gemäßigter Konservativer gilt, sich aber aus keinem Lager entsprechende Unterstützung sichern konnte. Wie Qalibaf hat sich Rezaei schon mehrmals zur Wahl gestellt, vergebens. Ihm werden gute Kontakte zu den Wirtschaftsbossen unter den Revolutionsgarden nachgesagt, an dessen illegalen Geschäften er eifrig mitverdient. Sollte er wider Erwarten nächster Präsident werden, könnte es zu Problemen mit Auslandsreisen kommen: seit dem Bombenanschlag auf das jüdische AMIA-Zentrum in Buenos Aires (1994) wird Rezaei steckbrieflich von Interpol gesucht.

rezaei marlboro

Moderate Konservative, konservative Reformer und Stimmensplitting

Mit ehemals zwei, inzwischen nur noch einem Kandidaten stehen die moderaten Konservativen aus dem Lager des disqualifizierten Ex-Präsidenten Rafsandjani und die konservativen Reformer rein zahlenmäßig ungleich schlechter da. Nach dem Rückzug von Aref, der trotz anhaltendem Hausarrest von Moussavi, Rahnavard und Karroubi als Anführern der Grünen Bewegung angetreten war, entfallen insgesamt 23 Prozent aller Stimmen auf dieses Lager - gegenüber 70 Prozent für sämtliche Kandidaten der herrschenden Hardliner. 

Diese Zahlen stellen übrigens nur einen Wahltrend und nicht die endgültige Stimmenverteilung dar, wie der exilierte Soziologe Hossein Ghazian im Gespräch mit Ofogh betonte (Video hier). 30 Prozent aller Befragten würden nicht zur Wahl gehen, weitere 30 Prozent hätten sich noch gar nicht entschieden. Erfahrungsgemäß würden sich die Wähler in Iran erst kurz vor der Abstimmung für einen der Kandidaten entscheiden.

Presidential-Candidated-Rohani-and-Aref-HR

Shargh: Kandidaten Aref und Rouhani

Dennoch ist angesichts der Differenzen unter den sogenannten “Prinzipientreuen” (osul-gerayan) nicht mit deren Wahlsieg im ersten Durchgang zu rechnen. Tatsächlich haben sie es trotz aller Ermahnungen Khameneis in den vergangenen Monaten nicht geschafft, sich auf einen Spitzenkandidaten zu einigen. Zudem beweisen die scharfen Attacken Velayatis gegen Jalili, dass der harte außenpolitische Kurs des Obersten Führers auch innerhalb der Hardliner nicht unumstritten ist. Laut iranischen Experten gilt dies insbesondere für die moderaten Hardliner der Motalefe-Partei, die ebenso wie die verbündeten Basaris unter den harschen Wirtschaftssanktionen leiden. Beide Gruppen wie auch die gemäßigten Geistlichen sind in der achtjährigen Amtszeit Ahmadinedjads politisch isoliert und von Khatam al-Anbia und weiteren Konzernen der Revolutionsgarden weitgehend aus dem Geschäft gedrängt worden.

Insofern dürfte am kommenden Freitag keiner der rivalisierenden Hardliner die notwendige Stimmenmehrheit erreichen. Wahrscheinlich wird der nächste Präsident der Islamischen Republik erst nach dem zweiten Wahlgang am 21. Juni feststehen. Dabei spielen Ahmadinedjad und sein Lager, nach der Disqualifizierung ihres Wunschkandidaten Rahim Mashaei politisch kaltgestellt, wohl keine entscheidende Rolle mehr.

Ob der neue Reformerkandidat Rouhani es in die zweite Runde schafft, ist, abgesehen von erwarteten Wahlmanipulationen durch die Revolutionswächter, ebenso unsicher, wie der Wahlausgang an sich. Vermutlich werden Qalibaf, Jalili und Velayati den Endspurt unter sich ausmachen.


Ebi - Royayee Daram, “Hope Concert” in Berlin

Kampf um Präsidentschaft: Comeback der Reformer in Iran

Hinter Gittern: 100 Stunden Solidarität mit den Gewissensgefangenen in Iran

Audio: SWR-Korrespondent Reinhard Baumgarten zur aktuellen Lage in Iran (empfehlenswert)

Iranische Medien protestieren gegen verschärfte Internetüberwachung

Tageszeitung “Abrar” erscheint nicht mehr, Redaktion versiegelt (FA)

Golshifteh Farahani – ein Stern am iranischen Kinohimmel

IRI Clowns Haddad Adel und Velayati

Präsidentenwahl: Clowns Haddad Adel und Velayati

Politik und Wirtschaft 

Internet: USA helfen Alliierten gegen Cyberangriffe aus Iran

Westerwelle: Moskau plant jetzt keine Raketenlieferung nach Syrien

Allianz mit Assad: Hisbollah jagt syrische Rebellen nach Norden

Proteste in der Türkei: Erdogans AKP schließt Neuwahlen aus

„Iran als Teil der Lösung“ – Politische Implikationen für die Innen- und Außenpolitik

Außenminister Salehi: Keine Änderung der Atompolitik in Iran

Revolutionswächter wie Opposition uneins über ihre Spitzenkandidaten

Bericht zu den iranischen Präsidentschaftswahlen auf Twitter

Islamische Republik: Ahmadinedschads Erbe 

Iranischer Kommunikationsminister: Werden Greenwich-Meridian (GMT) durch Mekka-Meridian ersetzen (FA)

Chef des Iranischen Industrieverbands: 40 Prozent aller Produktionsanlagen sind außer Betrieb (FA)

poster-for-Iranian-political-prisoners

Menschenrechte 

Mann aus Gilan wegen Blasphemie im Internet von Cyberpolizei verhaftet

Politischer Aktivist Akbar Amini zum wiederholten Mal verhaftet (FA)

Arbeiteraktivist Behnam Ebrahimzadeh muss wieder nach Evin (FA)

Doppelte Staatsbürgerschaft: Neuer Anlauf im Bundesrat für Doppelpass

Nach Anschlägen: Grenzübergang zum Irak für iranische Pilger geschlossen (FA)

  • Arshama3′s Blog