Reformer Mohammad-Reza Khatami: Millionen unserer Wähler fordern Freilassung von Moussavi, Karroubi und Rahnavard (Hat tip an Nima wegen Khatami)

Reformer Mostafa Tajzadeh und andere politische Gefangene wählten in Evin

BBC-Fotos: Rouhani-Anhänger feiern in Teheran

Oppositionelle Websites von iranischer Cyberpolizei gehackt

Neue Website aus dem Libanon: NOW Iran

Interkultureller Dialog im Kulturforum Teheran: Mozart ist nicht genug

Shargh Rouhani Wahlsieger

Shargh: Die Hoffnung ist zurückgekehrt

Politik und Wirtschaft 

Kandidat des Reformlagers siegt: Rouhani gewinnt Präsidentenwahl in Iran

Rouhanis Sieg: Internationale Reaktionen

Obamas neue harte Linie: CIA bereitet Waffenlieferung an Syriens Rebellen vor

Krieg in Syrien: Ägypten bricht Beziehungen zum Assad-Regime ab

Istanbul: Gezi-Park geräumt – Proteste gehen weiter

Gemäßigter Geistlicher siegt in Iran: Rouhani plant Politik der Aussöhnung und des Friedens

Rouhani gewinnt Iran-Wahl – Jubel in Teheran, Hoffnung im Westen

Reaktionen auf Rouhanis Wahl: „Er ist unsere einzige Chance“

Rouhani neuer Präsident im Iran: Hoffnungsträger ohne echte Macht

Wahl in Iran: Der Sprössling der Revolution tritt ab (Korrektur: Sumpfblüte)

Rückblende: Ahmadinedschads unerfüllte Versprechen

Devisenkurse und Goldpreise sinken nach Wahl Rouhanis

demo ffm 14 juni 2013

Mahnwache in Frankfurt, Juni 2013

Menschenrechte 

Arbeiteraktivist Ali Raouf am Wahltag in Teheran verhaftet

Journalisten Fouad Sadeghi und Ali Ghazali ohne Anklage in Einzelhaft

Azam Taleghani: Wähler fordern Freilassung der politischen Gefangenen, Ende des Hausarrests (FA)


Sohn von Oppositionsführer Karroubi schreibt Beschwerdebrief an Khamenei

Zensur in Iran: “Das Internet muss an die Kette”

Website Aftab News (Rafsandjani und Rouhani) in Iran gefiltert (FA)

Konfiszierung von Satellitenschüsseln bei Razzien in der Provinz Golestan

Schwul und gottlos in Teheran – Das gefährliche Leben Homosexueller in Iran

Asghar Farhadis Cannes-Beitrag “Le Passé” – Die Choreographie des Misstrauens

Kultur-Tipp: Lesung in Marburg – „Unerwünscht“ im Land der Hoffnung

No to elections!

No to elections!

Politik und Wirtschaft

Präsidentenwahl in Iran: Ahmadinedschad versucht den Putin-Trick

Bürgerkrieg in Syrien: Assad verweigert sich den Friedensgesprächen

Offene Drohung gegen Israel: Syrien bringt Raketen in Stellung

Chef des Wächterrats empfiehlt Disqualifizierung US-freundlicher Kandidaten 

Regierungszeitung beschuldigt Polizeichef Ahmadi-Moghaddam des Auftrags zum Mord an Ahmadinedjad-Anhängern 

Revolutionskommandeur warnt vor Aufruhr bei Präsidentenwahlen im Juni

Hinrichtung: Islamische Republik hängt angebliche Spione

Rabatz im Nationalen Cyberspace-Zentrum: Ex-Angestellte blockieren Fahrstühle und Eingänge (FA)

Autobahn Teheran-Kaspisches Meer: Khatam al-Anbia (Revolutionsgarden) erhält Zuschlag für Ausbau (FA)

Free Mohammad-Ali Taheri

Menschenrechte 

Zwei angebliche Spione im Evin-Gefängnis hingerichtet

Gewissensgefangener Mohammad Ali Taheri setzt Hungerstreik in Einzelhaft fort (FA)

Reformer Esmail Ali Mirzaei in der Provinz West-Aserbaidschan verhaftet

Regimekritischer Ayatollah Kazemeini Boroujerdi in Isolationshaft verlegt (FA)


EA WorldView: Einführung in die iranischen Präsidentenwahlen

Filterung: Vier Methoden zur Umgehung der Internetzensur (FA)

Neue Website: Global Dialogue on the Future of Iran

Conflict Kitchen: Kubideh Sandwich in Pittsburgh

TV-Tipp: Bahman Ghobadis Perserkatzen kennt doch keiner

Mana Neyestani RIP Demokratie

Politik und Wirtschaft

Ölembargo gegen Iran: USA verhängen weitere Sanktionen gegen Firmen

Raketenabwehr: USA warnen Russland vor Rüstungsdeal mit Syrien

Bürgerkrieg in Syrien: Erdogan beschuldigt Assad, Giftwaffen eingesetzt zu haben

Präsidentschaftswahlen: Nachfolger von Ahmadinedjad gesucht (empfehlenswert, mit Kandidatenliste)

Machtkampf vor Irans Präsidentschaftswahl: Hausarrest für Ahmadinedschad?

Iran: Hassan Rouhani aussichtsreichster Kandidat (völlig daneben)

Ex-Präsident Khatami unschlüssig wegen Kandidatur

Islamische Republik baut Tarnkappen-Drohne

„Iranischer Lech Walesa“ nach Todesdrohungen aus Iran geflohen

Inflation in Iran: Außerordentliche Sitzungen des Parlaments, Oberster Finanzrat paralysiert

demo oslo mai 13

Mahnwache in Oslo, Mai 2013

Menschenrechte

Inhaftierter Pastor Saeed Abedini wegen Magenblutung in Klinik eingeliefert

Verhaftungswelle gegen Arbeiteraktivisten in mehreren iranischen Städten

Bahai Parisa Shahidi in Gorgan verhaftet

Neuer Prozess gegen inhaftierten Blogger und Mullah Arash Honarvar Shojai


Hausarrest: Oppositionsführer Moussavi und Rahnavard dürfen mit Kindern telefonieren

Reza Pahlavi: Neue Aufgabe als Sprecher der aufstrebenden Demokratiebewegung

Iran und Syrien zählen weltweit zu schlimmsten Ländern für Pressefreiheit

Iranische Arbeiter begehen 1. Mai mit Protesten

TV-Tipp: Freispielen in Iran (1/2) – Ein Wandertheater

Newsha Tavakolians Fotoserie „Look“: Bilder vom jungen Iran

Reformer in Iran

Auf der Suche nach Reformen in der IRI

Politik und Wirtschaft

Neue Atomgespräche mit Iran am 15. Mai

Syrien-Konflikt: USA denken über Waffenlieferungen nach

Bürgerkrieg in Syrien: Opposition wirft Assad-Truppen neues Massaker vor

Präsidentschaftswahlen: Wirtschaft ist Hauptthema der Kandidaten

Geheimdienstminister Moslehi attackiert Ex-Präsident Rafsandjani, Wahlaufsichtsgremium gewählt  

Teherans Bürgermeister Qalibaf: “Ahmadinejad hat uns mit Israel-Sagern geschadet”

Machtkampf in Iran: Muss Ahmadinedjad in Haft? (Korr: Nicht Khatami, sondern Moussavi und Karroubi unter Hausarrest)

Diplomat Bagher Assadi und zwei weitere Reformer verhaftet

Zunehmende Arbeitslosigkeit iranischer Frauen unter Ahmadinedjad

Kenianisches Gericht verurteilt zwei Iraner wegen Planung von Bombenanschlägen

Nervensache: Flüge nach Teheran

Kinderarbeit Ziegelei

Menschenrechte

Die vergessenen Kinder: Menschenhandel und Kinderarbeit in Iran

Umweltschützer Mostafa Bani-Sharaf nach Wahlaufruf an Khatami verhaftet 

8 Jahre Haft für 103jährigen Kurden wegen Zusammenarbeit mit PJAK (FA)

Bahais Noora Nabilzadeh und Sanaz Tafazzoli in Haftanstalt des Geheimdienstes verlegt


Wo in aller Welt fordert ein Putschpräsident “freie Wahlen” für seinen Verbündeten, kandidieren gleich 20 der alleinherrschenden Hardliner fürs Präsidentenamt, oder fördert der Sohn des gestürzten Monarchen ein demokratisches Bündnis? – Natürlich in Iran.  

Was sich knapp 50 Tage vor den Präsidentschaftswahlen in der Islamischen Republik abspielt, hat das Zeug zu einer Polit-Posse, wenn das Thema nicht so ernst wäre.

Wer hätte im Juni 2009, als Herr Ahmadinedjad nach grandioser Wahlfälschung des Obersten Führers Khamenei und der Revolutionswächter abermals zum „Präsidenten“ gekürt wurde, gedacht, dass dieser eines Tages landesweit vor leeren Rängen „freie Wahlen“ fordern würde. Die unfassbare Nachricht, dass der verhasste Hardliner mit 24 Millionen Stimmen die Wahl gewonnen hat, sorgte vor vier Jahren für monatelange, blutig niedergeschlagene Proteste der sogenannten „Grünen Bewegung“, die die vermeintliche Niederlage ihrer Kandidaten Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi nicht widerspruchslos hinnehmen wollte. Millionen Iraner gingen auf die Straße und fragten zornig „Wo ist meine Stimme?“

Demonstration in Teheran (Juni 2009)

Demonstration in Teheran (Juni 2009)

Der Rest der Geschichte ist bekannt: mehr als 100 Demonstranten wurden auf offener Straße erschossen, totgeschlagen, überfahren, oder im Gefängnis von Kahrizak zu Tode gefoltert. Neda Agha Soltan, Sohrab Aarabi und Mohsen Rouholamini stehen stellvertretend für all die anderen Protestopfer, deren Identität aus Furcht vor staatlichen Repressionen sogar bis heute teils unbekannt geblieben ist.

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Neda Agha Soltan, 20. Juni 2009, Teheran

Tausende oppositionelle Demonstranten und Politiker, aber auch Anwälte, Journalisten und Studenten sitzen seither im Gefängnis, während die Oppositionsführer Moussavi, Rahnavard und Karroubi mehr als zweieinhalb Jahre ohne formale Anklage und ohne Rechtsbeistand unter „Hausarrest“ stehen.

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Konnten Ahmadinedjad und das Regime sich nach dem Wahlputsch von 2009 bei jeder staatlich verordneten Demonstration noch der Unterstützung durch Millionen rühmen, so ereifern sich staatlich gelenkte Medien inzwischen, möglichst eindeutige Beweise für seine Unpopularität zu liefern.

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Ahmadinedjad auf Provinztour in Tabris, 28. April 2013

Schließlich hat sich seit März 2012, als Ahmadinedjad sich wegen der Entlassung des  Geheimdienstministers Moslehi mit Khamenei überwarf, das Blatt gewendet. Der einstige Liebling des Führers mutierte zum Buhmann der Hardliner, und mit ihm die „jaryan-e enherafi“, die sogenannten Abweichler rund um seinen engsten Verbündeten Rahim Mashaei. In Anbetracht erdrückender westlicher Sanktionen, galoppierender Inflation, Währungsverfall und Wirtschaftskrise braucht es einen Sündenbock, um vom Versagen der alleinherrschenden Hardliner (osul-garayan), Khameneis und der omnipotenten Revolutionsgarden abzulenken.

Je schriller Ahmadinedjad „freie Wahlen“ fordert und seinen Rivalen mit „Enthüllungen“ über Korruption droht, desto lauter drohen die Militärs von Khameneis Gnaden zurück. Obwohl Revolutionsgarden und Sicherheitskräften sogar laut Verfassung der Islamischen Republik die Einmischung in die Politik untersagt ist, verbreiten sie seit Wochen den Slogan vom “Dirigieren der Wahlen”, eine kaum verhüllte Umschreibung für Wahlmanipulation.

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Mein Mann ist Ingenieur, Wahl-Ingenieur! (Mana Neyestani)

Derweil befindet sich das Lager der politisch irrelevanten Reformer im Zustand totaler Ratlosigkeit: Soll man an den Wahlen teilnehmen, obwohl keine der Bedingungen von Ex-Präsident Khatami erfüllt worden ist? Weder wurden die politischen Gefangenen inklusive der Oppositionsführer freigelassen, noch können die Reformer frei für ihre Agenda werben. Stattdessen lässt das Regime ihre Mitglieder verhaften (wie kürzlich Jamileh Karimi in der Fars), oder ihre Presseorgane (Shargh, Etemad usw.) alle paar Monate verbieten.

Bei den Hardlinern sieht es allerdings auch nicht besser aus. Seit Wochen schießen Wahlbündnisse wie Pilze aus dem Boden. Seien es Khameneis vermutete Favoriten Velayati, Haddad Adel und Qalibaf, die sogenannten „2+1“ (für alle, die nicht bis 3 zählen können), seien es gemäßigte Konservative wie Ex-Atomunterhändler Hassan Rouhani, oder der glücklose ewige Kandidat und Ex-Kommandeur Mohsen Rezaei. Lauter Pappkameraden, die sogar unter ihresgleichen kaum Rückhalt haben, geschweige denn in der Bevölkerung. Hauptsache, man überschlägt sich in Ergebenheitsadressen an Khamenei, der leutselig verkündet, er habe auch nur eine Stimme – die wiegt allerdings 70 Millionen Wählerstimmen auf.

2+1 - Velayati, Haddad Adel, Qalibaf

2+1: Velayati, Haddad Adel und Qalibaf

Als einzig aussichtsreiche Kandidaten drücken sich Rafsandjani und Khatami weiterhin vor einer klaren Zusage, fordern eine Öffnung der Wahlen für alle politischen Lager, während den Kindern des einen (Faezeh und Mehdi Hashemi) der Prozess gemacht und dem anderen die Ausreise verweigert wird.

Kowsar kham, raffers, khatami doubts

Rafsandjani und Khatami: Wir haben noch nicht nein gesagt… (Nikahang Kowsar)

Und was ist mit der Grünen Bewegung, besser gesagt, ihren politischen Forderungen? Vier Jahre später spielt die sogenannte „jaryan-e fetneh“ (Bewegung der Umstürzler) im Wahlkampf kaum mehr eine Rolle. Und doch beweisen politische Blockade wie Zerrissenheit  des Landes, dass ihre Forderungen das Regime in eine tiefe Identitäts- und Legitimationskrise gestürzt haben, über die auch die ständigen Drohungen der Revolutionsgarden, radikalen Freitagsprediger und allen voran Khamenei nicht hinwegtäuschen können.

Egal, wer am Ende als „Wahlsieger“ dastehen wird – solange die Islamische Republik grundlegende Forderungen der verstummten, rechtlosen Bevölkerungsmehrheit nicht zu erfüllen bereit ist, ist eine Besserung der Lage nicht zu erwarten, weder in politischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht. 

Farakhan Melli logo

In dieser Situation könnte der Iranische Nationalrat, der dieser Tage in Paris über Agenda und Mitglieder berät, als Sammelbecken für all die Verstummten in Iran dienen und den Weg zu einer echten Demokratie unter Beteiligung aller konfessionellen, ethnischen und professionellen Gruppierungen ebnen. In seiner Ansprache betonte Reza Pahlavi unter Hinweis auf den Arabischen Frühling zwei Punkte, die mir bedenkenswert erscheinen:
1. Die Entscheidung für eine wie auch immer geartete Regierungsform, ob Republik oder Konstitutionelle Monarchie, bedeutet noch längst nicht, dass ihre Anhänger bei den nachfolgenden freien Wahlen auch eine Mehrheit finden. 
2. Ein demokratisches Programm ist keine Gewähr für die Errichtung einer Demokratie. Sie lässt sich nur durch die Bildung demokratischer Institutionen unter Einbeziehung aller politischen Kräfte erringen.


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2+1 - Velayati, Haddad Adel, Qalibaf

2+1 Koalition: Velayati, Haddad Adel, Qalibaf

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Staatsfernsehen IRIB zeigt Ahmadinedjads Rede im leeren Azadi-Stadium (Video)

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demo ffm april 2013

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Verurteilter Straftäter in kurdischen Frauenkleidern durch Marivan getrieben

Politischer Aktivist Mohammad Bagher Alavi freigelassen 

  • Arshama3′s Blog