Zwischenruf bei Rouhanis erster Pressekonferenz: Erinnere dich, Moussavi muss bleiben!

Moussavis Töchter gratulieren neuen Präsidenten von Iran

Wurden die Iraner getäuscht oder haben sie die Wahlen gekapert?

Interview mit Rapper Shahin Najafi: “Von einem Diktator kann man keine Demokratie erwarten”

G-mail funktioniert wieder, Internetgeschwindigkeit weiter niedrig (FA)

Niedergeschlagenes Grün ist Lila – Iran atmet auf

Kowsar Kham Where is my vote

Khamenei: Where is my vote? (Nikahang Kowsar)

Politik und Wirtschaft 

Rouhani: Syrisches Volk muss Konflikt selber lösen

Rede in Istanbul: Erdogan, der Hassprediger

Krieg in Syrien: Saudi-Arabien will Flugabwehrraketen an Rebellen liefern

Aufstand in Syrien: Autobombe explodiert bei Militärflughafen in Damaskus

Irans neuer Präsident: Rouhanis begrenzte Macht

Sieg Rouhanis bei Wahl in Iran weckt internationale Hoffnungen

Wahl in Iran: Nur das Feindbild Ahmadinedschad verschwindet

Streit mit Larijani: Ahmadinedschad muss vors Teheraner Strafgericht

Iran: Das Volk hofft auf Reformen

Kommentar zu Iran: Es bleibt alles anders

Devisenkurse und Goldpreise in Iran weiter fallend (FA)

Kunstaktion in USA - Fotos der Protestopfer

Kunstaktion in den USA – Fotos der Protestopfer

Menschenrechte 

Wo ist der inhaftierte Studentenaktivist Arash Sadeghi?

Keine medizinische Behandlung für inhaftierte Bahai Rozita Vaseghi

Ein Monat nach Prozessende: Noch kein Urteil im Fall Kahrizak (FA)


Wächterrat dementiert Berichte über mögliche Disqualifizierung Rouhanis

Ex-Präsident Khatami und Reformer unterstützen Kandidaten Rouhani

Twitter: Mit Tweets gegen Autokraten

TV-Tipp: I Love Democracy – Iran, heute Abend auf Arte

Arte-Bericht: In Iran vermittelt sich Kritik über die Kunst

Iran, die WM und die Wahl – Gucci in Teheran

Rettet die persischen Schriftarten im Netz (FA)

Junge Kunstszene in Dubai: Golf Generation

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Präsidentschaftswahlen? Khamenei lacht sich eins (Nikahang Kowsar)


Politik und Wirtschaft 

Iran-Konflikt: “Die Welt kann nur auf einen Kompromiss hoffen”

Iran nach geplatztem Waffendeal mit Moskau gegen Alternativlieferung

Syrien: Viele Tote bei Anschlag in Damaskus

Bürgerkrieg in Syrien: Assad zieht Truppen um Aleppo zusammen

Protest in der Türkei: Polizei schlägt Protest im Gezi-Park nieder

Wohin mit der Gunst? – Am Freitag sind Präsidentschaftswahlen in Iran

Wahlen in Iran: Reformer Aref zieht Kandidatur zurück

Präsidentschaftswahl: Haddad Adel tritt zurück

Wahlen in Iran: Gnadenschuss für Sa‘id Dschalili?

Wahlumfrage von IPOS in Iran: Zuwachs für Rouhani, Qalibaf weiter sinkend

Drohung der Militärs: Warte nur, balde sitzt auch du!

Präsident wird gewählt: Die verlorenen Jahre Irans

demo ffm juni 2013

Mahnwache in Frankfurt, Juni 2013


Menschenrechte 

Journalist Hessameddin Eslamlou in Sirjan wegen Facebook-Aktivitäten verhaftet (FA)

Sogar im Todestrakt werden sunnitische Häftlinge wegen ihres Glaubens misshandelt

3 Jahre Haft für Gonabadi-Derwisch Mostafa Abdi

Syrische Kriegsflüchtlinge: Einreise für Mutter nicht möglich

600.000 Iraner wegen diverser Verbrechen im vergangenen Jahr in Haft genommen (FA)


Politischer Gefangener Motamednia kritisiert Regierungsleistung Khameneis

Registriert für Präsidentenwahl 2013: Khamenei-Berater Velayati, Teherans Bürgermeister Qalibaf, Ex-Außenminister Mottaki, Atomunterhändler Said Jalili, Ahmadinedjads Medienberater Javanfekr – umstrittene Kandidaten Rafsandjani und Rahim-Mashaei in letzter Minute

Islamische Republik: Religion verliert immer mehr Anhänger

Interview: “Kritische Islamkonferenz” startet in Berlin

Architekt Reza Ghanei – Die Poesie des Raums

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Präsidentenwahl: Khamenei bettelt um Stimmen (N.Kowsar)

Politik und Wirtschaft

Neues Gesetz von US-Senatoren würde 100 Milliarden Dollar iranischer Devisen blockieren

US-Außenminister: Kerry sieht “starke Beweise” für Chemiewaffeneinsatz in Syrien

Abwehrsysteme für Syrien: Russland verteidigt Waffendeals mit Assad

Islamische Republik will an geplanter Syrien-Konferenz teilnehmen

Gewalt und Terror vor den Wahlen in Pakistan: Hat die Demokratie eine Zukunft?

Präsidentschaftswahl in Iran: Rafsanjani könnte antreten

Chamenei-Vertrauter will bei Präsidentschaftswahl kandidieren

Präsidentenwahl in Iran: Vergiftete Stimmung (empfehlenswert)

Sicherheitskräfte riegeln Umgebung von Khatamis Büro ab (FA)

Erdbeben in der iranischen Provinz Hormozgan

Habibollah Golparipour

Stop the execution of Habibollah Golparipour

Menschenrechte 

Vier Gefangene in Semnan und Shahroud hingerichtet

Todesstrafe: Kurdischer politischer Gefangener Habibollah Golparipour an unbekannten Ort verlegt, Hinrichtung wird befürchtet (FA)

Flottenadmiral Hamid-Reza Rezaei in Sirjan verhaftet (FA)

Bahai Dozent Foad Moqaddam tritt 5jährige Haftstrafe an  

Dichter Ilqar Moazzen Zade mit Bruder in Meshkinshahr verhaftet


Wo in aller Welt fordert ein Putschpräsident “freie Wahlen” für seinen Verbündeten, kandidieren gleich 20 der alleinherrschenden Hardliner fürs Präsidentenamt, oder fördert der Sohn des gestürzten Monarchen ein demokratisches Bündnis? – Natürlich in Iran.  

Was sich knapp 50 Tage vor den Präsidentschaftswahlen in der Islamischen Republik abspielt, hat das Zeug zu einer Polit-Posse, wenn das Thema nicht so ernst wäre.

Wer hätte im Juni 2009, als Herr Ahmadinedjad nach grandioser Wahlfälschung des Obersten Führers Khamenei und der Revolutionswächter abermals zum „Präsidenten“ gekürt wurde, gedacht, dass dieser eines Tages landesweit vor leeren Rängen „freie Wahlen“ fordern würde. Die unfassbare Nachricht, dass der verhasste Hardliner mit 24 Millionen Stimmen die Wahl gewonnen hat, sorgte vor vier Jahren für monatelange, blutig niedergeschlagene Proteste der sogenannten „Grünen Bewegung“, die die vermeintliche Niederlage ihrer Kandidaten Mir Hossein Moussavi und Mehdi Karroubi nicht widerspruchslos hinnehmen wollte. Millionen Iraner gingen auf die Straße und fragten zornig „Wo ist meine Stimme?“

Demonstration in Teheran (Juni 2009)

Demonstration in Teheran (Juni 2009)

Der Rest der Geschichte ist bekannt: mehr als 100 Demonstranten wurden auf offener Straße erschossen, totgeschlagen, überfahren, oder im Gefängnis von Kahrizak zu Tode gefoltert. Neda Agha Soltan, Sohrab Aarabi und Mohsen Rouholamini stehen stellvertretend für all die anderen Protestopfer, deren Identität aus Furcht vor staatlichen Repressionen sogar bis heute teils unbekannt geblieben ist.

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Neda Agha Soltan, 20. Juni 2009, Teheran

Tausende oppositionelle Demonstranten und Politiker, aber auch Anwälte, Journalisten und Studenten sitzen seither im Gefängnis, während die Oppositionsführer Moussavi, Rahnavard und Karroubi mehr als zweieinhalb Jahre ohne formale Anklage und ohne Rechtsbeistand unter „Hausarrest“ stehen.

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Konnten Ahmadinedjad und das Regime sich nach dem Wahlputsch von 2009 bei jeder staatlich verordneten Demonstration noch der Unterstützung durch Millionen rühmen, so ereifern sich staatlich gelenkte Medien inzwischen, möglichst eindeutige Beweise für seine Unpopularität zu liefern.

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Ahmadinedjad auf Provinztour in Tabris, 28. April 2013

Schließlich hat sich seit März 2012, als Ahmadinedjad sich wegen der Entlassung des  Geheimdienstministers Moslehi mit Khamenei überwarf, das Blatt gewendet. Der einstige Liebling des Führers mutierte zum Buhmann der Hardliner, und mit ihm die „jaryan-e enherafi“, die sogenannten Abweichler rund um seinen engsten Verbündeten Rahim Mashaei. In Anbetracht erdrückender westlicher Sanktionen, galoppierender Inflation, Währungsverfall und Wirtschaftskrise braucht es einen Sündenbock, um vom Versagen der alleinherrschenden Hardliner (osul-garayan), Khameneis und der omnipotenten Revolutionsgarden abzulenken.

Je schriller Ahmadinedjad „freie Wahlen“ fordert und seinen Rivalen mit „Enthüllungen“ über Korruption droht, desto lauter drohen die Militärs von Khameneis Gnaden zurück. Obwohl Revolutionsgarden und Sicherheitskräften sogar laut Verfassung der Islamischen Republik die Einmischung in die Politik untersagt ist, verbreiten sie seit Wochen den Slogan vom “Dirigieren der Wahlen”, eine kaum verhüllte Umschreibung für Wahlmanipulation.

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Mein Mann ist Ingenieur, Wahl-Ingenieur! (Mana Neyestani)

Derweil befindet sich das Lager der politisch irrelevanten Reformer im Zustand totaler Ratlosigkeit: Soll man an den Wahlen teilnehmen, obwohl keine der Bedingungen von Ex-Präsident Khatami erfüllt worden ist? Weder wurden die politischen Gefangenen inklusive der Oppositionsführer freigelassen, noch können die Reformer frei für ihre Agenda werben. Stattdessen lässt das Regime ihre Mitglieder verhaften (wie kürzlich Jamileh Karimi in der Fars), oder ihre Presseorgane (Shargh, Etemad usw.) alle paar Monate verbieten.

Bei den Hardlinern sieht es allerdings auch nicht besser aus. Seit Wochen schießen Wahlbündnisse wie Pilze aus dem Boden. Seien es Khameneis vermutete Favoriten Velayati, Haddad Adel und Qalibaf, die sogenannten „2+1“ (für alle, die nicht bis 3 zählen können), seien es gemäßigte Konservative wie Ex-Atomunterhändler Hassan Rouhani, oder der glücklose ewige Kandidat und Ex-Kommandeur Mohsen Rezaei. Lauter Pappkameraden, die sogar unter ihresgleichen kaum Rückhalt haben, geschweige denn in der Bevölkerung. Hauptsache, man überschlägt sich in Ergebenheitsadressen an Khamenei, der leutselig verkündet, er habe auch nur eine Stimme – die wiegt allerdings 70 Millionen Wählerstimmen auf.

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2+1: Velayati, Haddad Adel und Qalibaf

Als einzig aussichtsreiche Kandidaten drücken sich Rafsandjani und Khatami weiterhin vor einer klaren Zusage, fordern eine Öffnung der Wahlen für alle politischen Lager, während den Kindern des einen (Faezeh und Mehdi Hashemi) der Prozess gemacht und dem anderen die Ausreise verweigert wird.

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Rafsandjani und Khatami: Wir haben noch nicht nein gesagt… (Nikahang Kowsar)

Und was ist mit der Grünen Bewegung, besser gesagt, ihren politischen Forderungen? Vier Jahre später spielt die sogenannte „jaryan-e fetneh“ (Bewegung der Umstürzler) im Wahlkampf kaum mehr eine Rolle. Und doch beweisen politische Blockade wie Zerrissenheit  des Landes, dass ihre Forderungen das Regime in eine tiefe Identitäts- und Legitimationskrise gestürzt haben, über die auch die ständigen Drohungen der Revolutionsgarden, radikalen Freitagsprediger und allen voran Khamenei nicht hinwegtäuschen können.

Egal, wer am Ende als „Wahlsieger“ dastehen wird – solange die Islamische Republik grundlegende Forderungen der verstummten, rechtlosen Bevölkerungsmehrheit nicht zu erfüllen bereit ist, ist eine Besserung der Lage nicht zu erwarten, weder in politischer noch in wirtschaftlicher Hinsicht. 

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In dieser Situation könnte der Iranische Nationalrat, der dieser Tage in Paris über Agenda und Mitglieder berät, als Sammelbecken für all die Verstummten in Iran dienen und den Weg zu einer echten Demokratie unter Beteiligung aller konfessionellen, ethnischen und professionellen Gruppierungen ebnen. In seiner Ansprache betonte Reza Pahlavi unter Hinweis auf den Arabischen Frühling zwei Punkte, die mir bedenkenswert erscheinen:
1. Die Entscheidung für eine wie auch immer geartete Regierungsform, ob Republik oder Konstitutionelle Monarchie, bedeutet noch längst nicht, dass ihre Anhänger bei den nachfolgenden freien Wahlen auch eine Mehrheit finden. 
2. Ein demokratisches Programm ist keine Gewähr für die Errichtung einer Demokratie. Sie lässt sich nur durch die Bildung demokratischer Institutionen unter Einbeziehung aller politischen Kräfte erringen.


Reformer Khatami zur Wahl: Wie soll ich in dieser Atmosphäre kandidieren?

Vortrag von Dr. Massoud Noghrehkar in Berkeley: The Political Role of Thugs and Hooligans in Contemporary Iranian History

Syrien: Dank YouTube ein gefragter Waffenexperte

Interview mit Hamid Ziarati, ein Iraner in Italien: „Ich sehe die Welt aus zwei Blickwinkeln“

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Khamenei und die Wahlen in Iran (Nikahang Kowsar)

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Glückwunsch zum Jahr der Schlange (N. Kowsar)

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90 Prozent von Ahmadinedjads Entwicklungsprojekten für 1391 unvollendet (FA)

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Mutter Sohrab Arabi am Grab Nouruz

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Mahmoud in Los Angeles 

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