Ebi – Royayee Daram, „Hope Concert“ in Berlin

Kampf um Präsidentschaft: Comeback der Reformer in Iran

Hinter Gittern: 100 Stunden Solidarität mit den Gewissensgefangenen in Iran

Audio: SWR-Korrespondent Reinhard Baumgarten zur aktuellen Lage in Iran (empfehlenswert)

Iranische Medien protestieren gegen verschärfte Internetüberwachung

Tageszeitung „Abrar“ erscheint nicht mehr, Redaktion versiegelt (FA)

Golshifteh Farahani – ein Stern am iranischen Kinohimmel

IRI Clowns Haddad Adel und Velayati

Präsidentenwahl: Clowns Haddad Adel und Velayati

Politik und Wirtschaft 

Internet: USA helfen Alliierten gegen Cyberangriffe aus Iran

Westerwelle: Moskau plant jetzt keine Raketenlieferung nach Syrien

Allianz mit Assad: Hisbollah jagt syrische Rebellen nach Norden

Proteste in der Türkei: Erdogans AKP schließt Neuwahlen aus

„Iran als Teil der Lösung“ – Politische Implikationen für die Innen- und Außenpolitik

Außenminister Salehi: Keine Änderung der Atompolitik in Iran

Revolutionswächter wie Opposition uneins über ihre Spitzenkandidaten

Bericht zu den iranischen Präsidentschaftswahlen auf Twitter

Islamische Republik: Ahmadinedschads Erbe 

Iranischer Kommunikationsminister: Werden Greenwich-Meridian (GMT) durch Mekka-Meridian ersetzen (FA)

Chef des Iranischen Industrieverbands: 40 Prozent aller Produktionsanlagen sind außer Betrieb (FA)

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Menschenrechte 

Mann aus Gilan wegen Blasphemie im Internet von Cyberpolizei verhaftet

Politischer Aktivist Akbar Amini zum wiederholten Mal verhaftet (FA)

Arbeiteraktivist Behnam Ebrahimzadeh muss wieder nach Evin (FA)

Doppelte Staatsbürgerschaft: Neuer Anlauf im Bundesrat für Doppelpass

Nach Anschlägen: Grenzübergang zum Irak für iranische Pilger geschlossen (FA)

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Interview mit Amir Arjomand „Das Wichtigste sind freie Wahlen in Iran und die Freilassung von Moussawi und Karroubi!“

Sexuelle Revolution in Iran: Erst kommt die Lust, dann die Moral

Reinhard Baumgartner berichtet: Gottlos in Teheran (empfehlenswert)

Die Angst der Deutschen vor dem Doppelpass

Aktuelle Studie: Der Boom von Twitter im Nahen Osten

Gebete zum Pessach-Fest in Teherans Synagogen / Sinn und Bedeutung des Pessach

Fotobericht: Leben im Nouruz

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Politik und Wirtschaft 

Iran statt Palästina – Wie es nach Obamas Israel-Besuch im Friedensprozess weitergeht

Pentagon sucht Kooperation mit Russland – Nordkorea, Iran und Syrien Thema

Experten: „Verhandlungen in Syrien ohne Iran reine Fiktion“

Syrien: Rebellen rücken in Damaskus vor

Bürgerkrieg: Opposition erhält Syriens Sitz bei Arabischer Liga

Israel und die Türkei: Neue Brüderlichkeit

Islamische Republik: Die Erben des Schahs

Iranischer General: Israels Entschuldigung bei Türkei schwächt „regionalen Widerstand“

Teheraner Freitagsprediger Sedighi: Katar, Saudi Arabien und Türkei sind Parteien des Teufels (FA)

Konservativer Asgar-Ouladi fordert Freilassung von Moussavi und Karroubi und weitere News

Zalando auf iranisch: E-Commerce in Teheran

Dubais Handel mit Iran in 2012 um ein Drittel geschrumpft

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Menschenrechte 

Hungerstreik inhaftierter Gonabadi-Derwische verschärft sich

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Türkei: Hoffnung auf Frieden für die Kurden

Islamische Republik soll Verstöße gegen die Unabhängigkeit der Anwaltschaft beenden

Anlaufstelle bei Problemen: Frankfurter Rechtshilfekomitee für Ausländer e.V.


JAMSHID „Kurdistan“

Kurzmeldungen aus der iranischen Zivilgesellschaft – 24. Januar 2013

Banken in Österreich: Iran-Sanktionen in Aktion

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Deutsche Puppenspiel-Therapeutin überrascht vom Wissensdurst in Iran  

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Zwei Ayatollahs provozieren mit christenfeindlichen Bemerkungen


Seit gestern kursiert die Nachricht vom religiös begründeten Todesurteil gegen den 31jährigen Rapper Shahin Najafi, der seit 2005 im Kölner Exil lebt, auch in deutschen Medien. Anlass ist Najafis neuester Song „Naghi“, mit dem er insbesondere den religiösen Aberglauben geißelt, den das islamische Regime seit der Machtübernahme Ahmadinedjads verbreitet. In dem Text, der sich an den 10. Imam der Schiiten richtet, geht es nicht nur um Islamkritik oder die in Iran überaus beliebten Nasenoperationen, wie schon ARD-Korrespondent Reinhard Baumgarten aus Teheran berichtet hat. Najafi nimmt außerdem die jüngsten politischen Skandale und gesellschaftlichen Ereignisse des Landes aufs Korn.

Video mit englischer Übersetzung 

„O Naghi, komm doch und erlöse uns in unserem Leichentuch (Märtyrergewand), weil der Mahdi schläft.“ Mit diesem Refrain mokiert sich der Kölner Rapper über die Propaganda für den Mahdi, den verschwundenen 12. Imam, mit dessen Wiederkehr das Regime der Bevölkerung das Heil auf Erden verspricht. Die Liste der Übel ist lang, wird aber oft nur mit ein, zwei Worten angedeutet, die sich vor allem iranischen Zuhörern erschließen. Sie reicht von der Vergewaltigung männlicher Demonstranten im Gefängnis, die nach Protesten gegen die gefälschte Präsidentschaftswahl von 2009 verhaftet wurden, bis zum milliardenschweren Bankenskandal vom vergangenen Herbst, in den amtierende Minister und prominente Abgeordnete verwickelt sein sollen. Zu den erwähnten Absurditäten zählen die Pappfigur des verstorbenen Revolutionsführers Khomeini, die bei den Jubelfeiern zum 33. Jahrestag der Islamischen Republik präsentiert wurde, oder die Mär, dass der amtierende Führer Khamenei schon bei seiner Geburt sprechen konnte.

Khomeinis Wiederkehr (Foto: Ruhollah Yazdani / AFP / Getty Images)

Zur Sprache kommen aber auch soziale Missstände oder allgemeine Unsitten, wie der grassierende iranische Nationalismus und das Lob auf die arische Rasse, das sich keineswegs gegen Juden, sondern gegen die Araber aus den Emiraten richtet, die Besitzansprüche auf die iranische Insel Abu Musa im Persischen Golf erheben.

Ebenso wenig bleibt die Opposition im In- und Ausland verschont. „Wie hießen nochmal die Führer der Grünen Bewegung“, fragt Najafi in Anspielung auf Mirhossein Moussavi, Zahra Rahnavard und Mehdi Karroubi, die seit 15 Monaten ohne Kontakt zur Außenwelt unter Hausarrest stehen, und beklagt sich anschließend über die mumifizierten Dissidenten im Exil.

Der Rapper hat inzwischen alle Vorwürfe, mit seinem Song die schiitischen Imame beleidigen zu wollen, unter Hinweis auf künstlerische Freiheiten zurückgewiesen. Im Interview mit Radio Farda (Prag) erklärt er, die kürzlich erfolgte Propagierung des Imams Naghi habe ihn zu diesem humorvollen Song veranlasst. Außerdem bemängelt er den Dogmatismus im Islam, der jegliche Auseinandersetzung mit den Heiligen auf Lobpreisung reduziert und die Entfaltung der Künste in Iran seit je her behindert hat. Das auf ihn ausgesetzte Kopfgeld wegen „Gotteslästerung“ sei brutal und politisch bedingt, zumal die Fatwa von Ayatollah Safi Golpayegani sich nicht explizit gegen ihn richte.

Tatsächlich wurde die angebliche „Todes-Fatwa“ vor 18 Tagen veröffentlicht, während der Song erst seit vorgestern im Netz kursiert. Offensichtlich haben die Revolutionsgarden das allgemein gehaltene Dekret des Geistlichen aus Qom nachträglich zur Verleumdung des beliebten Sängers umfunktioniert, wie die regimekritische Website Digarban und BBC Persian übereinstimmend berichten.

Shahin Najafis offizielle Homepage wurde zwar gehackt, von seinen Fans aber unter dieser neuen Adresse wieder ins Netz gestellt. Der Aufruf zu seiner Ermordung durch Fars News und andere iranische Staatsmedien ist nicht folgenlos geblieben – mittlerweile hat die Kölner Polizei Schutzmaßnahmen für Najafi verfügt.


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